Weltausstellung Stockholm 2008

Vor einem Jahr beschlossen wir zur Weltausstellung nach Schweden zu fahren. Nachdem die notwendigen Gesundheitsbescheinigungen vorlagen, konnte es Anfang Juli dann losgehen. Natürlich begannen, wie auf Kommando, die beiden Jungs an abzuhaaren, aber es sollte unser Kurzurlaub werden und so fuhren wir trotzdem los. Rauf ging es über die Große Belt-Brücke, die zweitlängste Brücke der Welt, ein Erlebnis.


Mit jedem Kilometer sank meine Vorfreude und meine Erwartung auf ein gutes Ausstellungsergebnis, denn bei jedem Stop hinterließen wir eine dicke Hand voll von Kaiyou's Fell.

In Stockholm sollte an zwei Tagen gerichtet werden, am Samstag die nationale Curcuit Show nördlich der Stadt und am Sonntag die Weltausstellung in den Stockholm Messehallen. Dank Knut und Sonja konnten wir einen Stellplatz auf dem ansonsten völlig überbuchten Campingplatz in der Nähe der Messe ergattern. Nach einem gemütlichen Abend mit frischem gegrillten Lachs und lecker Lamm fuhren wir am nächsten Vormittag zur Curcuitshow. Das Austellungsgelände war riesig, Ring an Ring, die Gänge dazwischen voll mit Sonnenschirmen, Pavillons und Zelten. Sonnenschutz war unbedingt erforderlich, es war sehr heiß und windig.


Das Richten lief schon seit 10 Uhr, vor uns waren um die 60 amerikanische Akita im Ring. Gegen Mittag, es wurde so richtig heiß, ging's dann los. Bei den Rüden Jugendklasse waren 8 Hunde gemeldet, uns erwartete also ein endlos lange Rumstehen im Ring...dachte ich.


In Schweden wird man aber nach der Einzelbewertung mit seiner Schleife (rosa=vorzüglich, rot=sehr gut) und einer Teilnehmerurkunde und in diesem Fall Ehrengabe aus dem Ring geschickt, nachdem der Sonderleiter laut das Bewertungsergebnis den Zuschauern mitgeteilt hat. So konnten wir uns schnell wieder in den Schatten unseres Pavillons zurückziehen, bis alle Junghunde bewertet worden waren. Dann wurden wir wieder in den Ring gebeten, damit die Platzierung erfolgen konnte. Kaiyou erreicht trotz seiner vielen Fusseln und Löcher im Pelz ein V4. Nach der Zwischenklasse, die Silvia mit ihrem Unshou gewann, mußte sich Knut der Konkurenz stellen. Ergebnis: V2 in der offenen Klasse, ebenso wie Nikkotoshi in der Championklasse bei 7 Konkurrenten! Der erste Tag war für uns dt. Teilnehmer erfolgreich verlaufen, wir konnten zufrieden sein.

Am Sonntag konnten wir es nicht so ruhig angehen lassen. Das Richten sollte ab 9 Uhr losgehen, Kaiyou in der Jugendklasse war als vierter von 9 Hunden dran. Diesmal kam ich mit meinem Fusselmonster aber nicht so glimpflich davon, der sehr strenge Richter Mr. Ishikawa entließ mich mit dem roten Band. Nach zwei Zwischenklasse-Rüden mußte Knut wieder los, es war eine recht spannende Angelegenheit, Mr. Ishikawa machte sich die Entscheidung nicht leicht, doch Musashi überzeugte ihn: Ergebnis V1 offene Klasse.

Dann wurde die Championklasse aufgerufen, Toshi stand im Ring mit 6 anderen zum Teil über Jahre hinweg sehr erfolgreichen Rüden ( FCI Eurosieger oder auch dem Weltsieger 2006 ). Die Einzelbewertung ging ganz flott und ich freute mich über mein rosa Band. Langwierig und sehr anstrengend war dann aber die Platzierungsrunde. 6 Rüden hatten das rosa Band, wir mußten viel laufen und Toshi zeigt mal wieder, daß er ein Kraftpaket ist. Überglücklich wurden wir mit einem V2 aus dem Ring entlassen, mit der Bemerkung, daß er sich ja noch für das Reserve-CACIB bereithalten müsse.

Ich schwebte jetzt schon auf Wolke 7 bei dieser Konkurrenz auf Platz 2 gekommen zu sein, daß es noch mehr werden sollte, nämlich der Gewinn des Reserve-CACIB war ein grandioses Gefühl! Ich hätte nicht erwartete mit einem Vize-Weltsieger diese schöne Ausstellung zu verlassen.




Für uns, und sicher auch für Knut und Sonja, wird diese Ausstellung ein unvergessenes Erlebnis bleiben...

After show Freizeit: Kaiyou bei seinem ersten Wasserkontakt, ist aber nicht wirklich seine Welt!


Toshi ist da "wagemutiger", er hat es bis zum Bauch geschafft!


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